#31 Losgelöst – Ein Jahr kann alles verändern
Shownotes
31 Losgelöst – Ein Jahr kann alles verändern
Ein Jahr ist es her, dass ich 255 Kilometer auf dem Camino Portugués von Porto nach Santiago gelaufen bin. Damals wusste ich nicht, was die nächsten zwölf Monate für mich bereithalten würden. Heute, ein Jahr später, schaue ich zurück und sehe: Es hat sich unglaublich viel verändert.
Neue Arbeit, ein Umzug, neue Menschen, Entscheidungen, Abschiede und Neuanfänge. Der Camino hat mir damals gezeigt, dass ich nicht den ganzen Weg kennen muss. Es reicht, den nächsten Schritt zu sehen.
Und vielleicht ist das auch im Leben so. Wir halten Veränderungen oft zurück, weil wir nicht wissen, was danach kommt. Dabei müssen wir nicht wissen, was hinter der nächsten Kurve liegt, um loszugehen.
In dieser Folge nehme ich dich mit auf meinen Rückblick und stelle dir die Frage: Wo warst du vor einem Jahr und wie weit bist du seitdem gekommen?
Deine Anna-Maria
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00:00:30: Es ist schön, dass du immer wieder deine Zeit in deinem Ausschränkst und dich von mir auf eine neue Folge begleiten lässt.
00:00:33: Diese Folge ist tatsächlich spontan dadurch entstanden, dass mir mein Foto-Erinnerungs-Dings auf dem Telefon Bilder von heute bzw.
00:00:43: jetzt gerade vor einem Jahr eingespielt hat.
00:00:47: Und es war einfach genau die Zeit, wo ich den Kamino gelaufen bin.
00:00:52: Es ist total irre, dass das schon ein Jahr her ist Und vor einem Jahr wusste ich nicht, dass ich heute an diesem Punkt stehe oder dass all das heute möglich ist.
00:01:09: Vor genau einem Jahr zu dieser Zeit bin ich ... ... zweieinfünfzig Kilometer von Porto nach Santiago gelaufen.
00:01:18: wie irre und ich glaube, das verrückt es irgendwie gar nicht unbedingt, dass sich jetzt ein Jahr später hier sitzen auf diese Zeit zurückblicke sondern dass ich halt heute einfach diese Bilder von mir sehe, auf denen ich noch gar nicht wusste was in diesem einen Jahr alles passieren würde.
00:01:35: Ich seh mich da laufen mit meinem Rucksack auf Wegen im Portugalen mit Menschen die ich da kennengelernt habe.
00:01:43: Ich weiß noch wie sich das angefüllt hat zu dieser Müdigkeit um gleichzeitig diese Freiheit aber auch diese Sorge die ich am Anfang mit einem Fuß hatte und so und einfach dieses komplett herausnehmen aus dem normalen Alltag.
00:01:57: Und gleichzeitig sehe ich irgendwie heute eine Frau, die ja eigentlich an einem ziemlich spannenden Punkt in ihrem Leben stand.
00:02:04: Ohne es zu wissen!
00:02:05: Denn wenn ich damals jemandem glaube ich erzählt hätte was in den nächsten zwölf Monaten alles passieren würde Hätte ich einfach selber nicht geglaubt Jobwechsel, Wohnortwechsel neue Menschen Neue Entscheidungen Dinge die sich verändert haben Dinge von denen ich mich verabschiedet habe Dinge die neu dazugekommen sind und irgendwie auch Ja, eine ganze Menge Dinge die ich vielleicht heute ein bisschen anders sehe als damals.
00:02:31: Und genau deswegen möchte ich heute noch einmal zurück auf diesen Kamino schauen und zurück auf diese Zeit.
00:02:38: Nicht weil ich euch jetzt nochmal erzählen möchte oder dir erzählen will wie schön Portugal und wie schön dieser Weg war
00:02:44: usw.,
00:02:45: sondern weil ich gerade merke, wie spannend es ist, einen Jahr später auf Dinge zu schauen, die ich damals gedacht, gefühlt und gelernt habe.
00:02:54: Vielleicht auch darauf was ... Davon irgendwie auch geblieben ist.
00:02:59: Vor einem Jahr war ich also auf dem Camino Portugies, zwei Wochen unterwegs von Porto Richtung Santiago und ... Ich glaube, wenn man so einen Camino läuft oder generell längere Zeit spazieren geht, das mag ja auch ein Moselsteig sein, denkt man automatisch sehr viel über das eigene Leben nach.
00:03:17: Weil plötzlich alles irgendwie ... Ich glaub, plötzlich wird einfach alles kleiner!
00:03:22: Also du hast halt nen Rucksack?
00:03:24: Der ist jetzt nicht super groß weil du musst den ja nie ganz hertragen.
00:03:27: Du hast halt deine Füße, vielleicht hast du noch Stöcker und du hast halt diesen Weg vor dir.
00:03:33: Und plötzlich sind halt so diese Dinge die du zu Hause so...die dir da so riesig erschienen sind gar nicht mehr so riesige weil du halt auch nicht mehr diese sieben dreißig tausend dinge hast über die du irgendwie gleichzeitig nachdenken musst.
00:03:46: dieses oh Gott ich muss eben noch einkaufen gehen, dann muss ich noch die Wäsche machen, dann musste ich den noch ranrufen hier muss ich nochmal einen Arzimin machen und diese muss ich mal machen.
00:03:52: und das nee es ging ja wirklich einfach nur darum wo schlafe ich heute?
00:03:58: Wo bekomme ich was zu essen und wie weit muss ich heute noch?
00:04:01: Und vielleicht ist auch das echt so dieses, dein Spektrum wird einfach irgendwie kleiner und gleichzeitig größer.
00:04:09: Ich weiß nicht ob es Sinn ergibt aber ich glaube dass ist auch einer der Gründe warum so viel im Kopf passiert wenn man läuft weil da endlich Platz dafür ist.
00:04:18: Ich hab ja irgendwie in den Folgen dazu damals schon darüber gesprochen, wie sehr dieser Weg für mich hat auch eine Reise zu mir selber war.
00:04:26: Und über diese Frage so wer bist du eigentlich wenn niemand zuschaut?
00:04:30: Wenn keiner, wenn du nichts leisten musst, wenn niemand gerade weiß was du machst und keiner deinen Entscheidungen bewertet und du halt nicht funktionieren musst.
00:04:37: Und ich glaube diese Frage ist mir nach dem Kamino geblieben.
00:04:44: Vielleicht sogar mehr als ich gedacht habe.
00:04:48: Ich denke an diese Highlights auch heute noch zurück.
00:04:52: Diese Momente, die einfach so besonders waren dieses Gefühl morgens loszulaufen und nicht genau zu wissen was dieser Tag irgendwie bringen wird.
00:05:00: also weil ich finde jetzt gerade merke ich so ich bin in so einem Hassel-Mode und in so einer Routine ohne dass es eine Routine ist aber so jeder tag ist so voll und ich renne da so durch und ich habe gar nicht mehr so diese Zeit zum innehalten die ich einfach da hatte.
00:05:16: Ich denke irgendwie, es ändert mich einfach an diese Begegnung mit Menschen.
00:05:20: Die man vielleicht da halt auch echt nur fünf Stunden oder einen Tag kennt und mit denen man trotzdem irgendwie Plössiggespräche führt, die immer viel persönlicher sind als manche Gespräche mit Menschen, die du schon seit Jahren kennst.
00:05:32: Und so dieses ... ja... Diese Ruhe, die man auch irgendwie da hatte.
00:05:37: Und diese trotzdem auch dieser Herausforderungen auch gedanklich.
00:05:41: Weil dieses ständige Wechselspiel aus irgendwie ... Oh ich kann nicht mehr!
00:05:45: Und oh wann bin ich endlich da?
00:05:46: Und dieses, okay.
00:05:48: Noch ein Kilometer und dann schaffst du noch einen!
00:05:50: Und irgendwann bist du irgendwie da... Ich weiß nicht vielleicht ist das so eine Sache die ich auch vom Kamino wirklich mitgenommen habe, dass man manchmal gar nicht wissen muss wie man die Strecke schaffen soll?
00:06:03: Musst du nicht und ich glaube es bezieht sich auf voll vieles im Leben.
00:06:07: Es ist schön wenn du ein Ziel hast aber es ist auch ok, wenn du noch nicht ganz genau weißt wie du da ankommst weil du musst einfach nur den nächsten Schritt gehen.
00:06:14: Damals war das halt wortwörtlich so Und heute ist es manchmal genauso.
00:06:19: Nur dass der Weg halt leider nicht mehr an einer gelben Muskelmarkierung vor mir liegt, oder ich manchmal nicht mehr so genau weiß okay wo muss ich jetzt hier abbiegen?
00:06:29: Das war da dann doch ein bisschen einfacher und nach diesem Weg bin ich nach Hause gekommen.
00:06:36: und vielleicht ist das manchmal auch sogar das Spannendste an solchen Reisen weil man kommt zurück und irgendwie erwartet man ja dass man dann jetzt verändert ist, dass man alles verstanden hat.
00:06:47: Ich weiß jetzt genau was ich will.
00:06:50: Spoiler ist nicht so.
00:06:53: Man kommt halt nach Hause, du stellst deinen Rucksack in die Ecke, packst ihn aus und man hat dieses Bedürfnis danach oder ich hatte das ganz krass.
00:07:04: Ich will das festhalten diesen Moment und ich möchte dieses Gefühl festhalten.
00:07:08: Und gleichzeitig ist mit dem Zufall der Tür irgendwie doch auch der Alltag wieder da.
00:07:15: Die Mails, die Arbeit, Termine, die Wäsche ... Ist da irgendwie was anders?
00:07:23: Vielleicht nicht sichtbar.
00:07:25: Aber ich glaube, irgendwo im Kopf ist so eine kleine Verschiebung passiert und ich glaube bei mir war es echt so dass der Kamino im Nachhinein so krass viel mehr angestoßen hat als ich damals irgendwie am Anfang verstanden habe.
00:07:41: Und wenn ich jetzt heute mit diese Bilder angucke und mich dahins rückversetze denke ich mir nur so wow Was ist eigentlich alles passiert in diesem einen Jahr?
00:07:53: Irgendwie klingt es ja gar nicht so viel.
00:07:55: Ein Jahr, sind dreihundert und sechzig Tage.
00:07:58: Und gleichzeitig kann und hat sich in diesem einen Jahr gefühlt mein komplettes Leben verändert?
00:08:05: Ich meine ich hab den Job gewechselt, ich habe den Wohnort gewechselet... ...und alleine damit haben sicher automatisch so viele Dinge verändert!
00:08:12: Menschen, Routinen, Umgebungen, Alltag, Perspektiven.
00:08:16: weil plötzlich steht man ja irgendwie an einem Ort von dem man vor einem Jahr noch gar nicht wusste dass man da mal sein würde.
00:08:22: Vor einem Jahr hatte ich diesen Job nicht auf dem Schirm.
00:08:24: Ich weiß noch, dass sie vor einem Jahr mit ihren im Restaurant saß und mich mit einer Dame davon über Jobwünsche oder Ideen ... diese Geistesplätze, die man manchmal hat von wegen, ich mach einen Kaffee auf!
00:08:40: Ich glaub du weißt was ich meine?
00:08:42: Über sowas hab ich mich mit ihr unterhalten.
00:08:45: Da war dieser Job noch gar nicht auf meiner Bandbreite.
00:08:49: Und ich find das irgendwie total so real.
00:08:53: Weil mein Handy mir gerade Bilder aus dieser Zeit rausspuckt vor einem Jahr.
00:08:57: Und da sehe ich mich auf dem Kamino, mit meinen Stöcken am Rucksack fettend grins in nem Gesicht und ich denke nur so, girl du hast ja keine Ahnung wenn Du wüsstest was alles in diesem Jahr auf Dich zukommst Alter Finner!
00:09:13: Du weißt einfach noch nicht dass Du umziehen wirst Dass Du Deinen Job Wechseln wirst.
00:09:18: Du weisst doch nicht welche Menschen Du kennenlernst Welche vielleicht auch aus deinem Leben wieder verschwinden Und welche Entscheidung du treffen wirst.
00:09:24: Du weißt zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie verdammt anstrengend dieses Jahr wird und wie verdamptschön dieses Jahr ist.
00:09:33: Ich finde es irgendwie so irre einfach sich dann nochmal zurückzuversetzen und zu sehen, welche Dinge plötzlich selbstverständlich werden die heute noch völlig unvorstellbar sind.
00:09:47: Auch wenn ich mir jetzt verstelle krass was ist denn in einem Jahr?
00:09:51: Der Anna-Maria von vor einem Jahr hätte ich diese Sachen erzählen können.
00:09:54: Und die hat sich gedacht, nee du hast einen Knall!
00:09:57: Und irgendwie finde ich das schön und letztlich ein bisschen verrückt.
00:10:01: Weil ich glaube wir unterschätzen einfach echt total wie viel wir eigentlich in einem Jahr bewegen können weil wir halt Veränderungen meistens im Video nur dann wahrnehmen wenn wir mittendrin stecken bzw.
00:10:10: wenn wir halt daraus gestiefelt sind.
00:10:13: also ich finde auch manchmal steckt man so voll mitten drin und denkt sich nur so boah okay irgendwie ganz schöner Rollercoaster hier sowas gehen ab aber so ganz greifen kann man es auch nicht.
00:10:23: Und wenn du ja nur jeden Tag ein kleines bisschen was veränderst, fühlt sich das ja überhaupt nicht spektakulär an.
00:10:28: Aber wenn du dann einen Jahr später zurück schaust, denkst du dir vielleicht manchmal auch nur so, boah!
00:10:33: Wie bin ich denn eigentlich hier gelandet?
00:10:35: Mach das mal!
00:10:36: Guck dir mal an, wo steh'n dich heute vor einem Jahr?
00:10:40: Weil ich mein gar nicht dass du in dein Leben komplett umkrempeln musst, aber manchmal reicht die auf so eine Entscheidung.
00:10:45: So ein kleives Nein an einer Stelle, so ein... Ich möchte es nicht mehr oder?
00:10:48: Ich probier das jetzt einfach mal.
00:10:50: Oder dieses ... Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht.
00:10:53: Aber so wie bisher möchte ich einfach nicht weitermachen und daraus können sich einfach Dinge entwickeln, die man vorüber überhaupt nicht hätte planen können.
00:11:00: Weil ich glaube der Kamino war halt auch irgendwie so eine Übung im Nicht-Wissen.
00:11:06: Vielleicht ist das was ich irgendwie jetzt heute noch besser verstehe als damals?
00:11:11: Weil auf dem Kamino weißt du ja nicht genau.
00:11:13: also wenn du den zum ersten Mal läufst, weißt Du nicht genau, was hinter deinen nächsten Kurven kommt.
00:11:17: Du weißt halt nur so ungefähr wo du hin willst an dem Tag.
00:11:20: Aber du kennst ja nicht jeden einzelnen Schritt.
00:11:22: Du weißt nicht, wie der Weg verlaufen wird?
00:11:25: Und genauso funktioniert das Leben hier eigentlich auch!
00:11:28: Wir wollen irgendwie immer wissen was kommt denn dann danach.
00:11:31: Ist das jetzt die richtige Entscheidung?
00:11:33: Was wenn wir schief gehen?
00:11:34: Was wäre nicht das Boreue?
00:11:35: Was wär' ich etwas aufgeben?
00:11:36: und dann kommt aber nichts besseres mehr?
00:11:38: Werden nicht den falschen Weg nehmen etc.
00:11:40: pp.
00:11:40: Ich glaube, du kennest es auch.
00:11:41: Kennen wir glaub ich alle.
00:11:44: Und manchmal glaube ich, warten wir deshalb einfach so lange mit Veränderungen Nicht weil wir halt nicht wissen, was wir wollen.
00:11:50: Ich glaube das wissen wir meistens irgendwie schon ganz gut aber weil wir nicht wissen was danach kommt und wie man vielleicht dahin kommt und was dann alles passiert.
00:12:01: Und vielleicht ist es so eine Sache die ich irgendwie vom Kamin mitgenommen habe.
00:12:04: also dieses du musst halt nicht den ganzen Weg sehen Du musst nur genug sehen um den nächsten Schritt zu gehen und manchmal sieht man echt verdammt wenig und manchmal ein bisschen mehr von dem Weg.
00:12:15: Was ist völlig okay?
00:12:18: Weil ich glaube tatsächlich ist das wahrscheinlich das Schönste an diesem Rückblick.
00:12:23: Ich schaue irgendwie auf diese Frau vor einem Jahr und denke mir nicht, oh Gott!
00:12:28: Wie naiv war die denn?
00:12:29: Dass sie einfach ohne Planungstil Kamino gelaufen ist.
00:12:32: Sondern Crazy hat sich das einfach getraut.
00:12:35: Und wie viel wusste ich damals noch nicht?
00:12:39: So wie schön dass du einfach losgegangen bist Ohne zu wissen was danach kommt Ohne die Sorge zu haben und ohne sich davon abzuhalten Ohne einen perfekten Plan.
00:12:50: Planlos geht, der Plan los!
00:12:52: Einfach los.
00:12:54: und vielleicht ist das überhaupt irgendwie eine der schönsten Sachen am zurückblicken.
00:12:57: Dieses zu erkennen dass man manchmal schon mitten in einer Veränderung steckt, bevor man überhaupt merkt, dass man sich verändert.
00:13:06: Und ich glaube wenn ich mal im Ich von vor einem Jahr eine Nachricht schicken könnte würde ich ihr wahrscheinlich gar nicht so viel erzählen.
00:13:13: Ich glaube ich würde nicht sagen was alles passieren wird weil Puh ja es anstrengt.
00:13:20: Genieß es.
00:13:22: Genießt diese Wege, dieses Gefühl... die Menschen, die du dort triffst, fühl alles was dort hochkommt und was gefühlt werden will.
00:13:32: Und genießt das gerade nicht weiß was kommt denn genau darin liegt etwas so unglaublich schönes.
00:13:40: Du musst einfach nicht alles wissen!
00:13:44: Du darfst einfach gerade hier sein.
00:13:49: Schau doch mal vielleicht was du deinem ich vor einem Jahr sagen würdest Weil wir sind nicht festgeschrieben.
00:13:58: Nicht auf den Job, wo wir wohnen, nicht auf die Menschen mit denen wir uns umgeben oder diese Version, die andere von uns kennen.
00:14:06: Wir dürfen unsere Meinung ändern, neu anfangen und Dinge ausprobieren und einen anderen Weg gehen.
00:14:13: Und ich glaube manchmal merken wir erst im Rückblick wie viel Mut wir eigentlich hatten.
00:14:19: Denn wenn ich mir diese Bilder heute ansehe Kommt es mir fast manchmal so ein bisschen falsch würde ich eine andere Frau angucken Eine andere Person Und gleichzeitig weiß ich aber, ey das bin ich.
00:14:31: Das war ich und diese Version auf diesem Kamino hat mich ja hierher gebracht da wo ich heute stehe.
00:14:40: Vielleicht ist es was Verrücktes da im Leben?
00:14:42: Wir werden ja ständig zu ihm am neuen während wir gleichzeitig immer dieselbe Person bleiben weil wir Dinge mitnehmen und Dinge zurücklassen und wir wachsen und wir verändern unsere Meinungen unseren Alltag und unserem Blick auf die Welt.
00:14:55: und irgendwann schauen wir glaube ich zurück und merken so echt krass Ich bin richtig weit gekommen.
00:14:59: Und das heißt nicht nur unbedingt geografisch, weil du fast zonne fünfundfünfzig Kilometer gelaufen bist sondern einfach so im Leben.
00:15:08: und ja vielleicht hast du diese Folge gerade und denkst auch darüber nach wo du vor einem Jahr warst.
00:15:13: was war da damals gerade los bei dir?
00:15:14: Was hast du gedacht was wie oder was dein Leben heute sein würde und was davon ist tatsächlich so gekommen?
00:15:21: und was komplett anders welche Dinge hast du vielleicht losgelassen oder immer noch nicht losgelassern obwohl du eigentlich wirstest?
00:15:29: Ich weiß, dass es längst Zeit ist.
00:15:32: Und vielleicht ist heute jetzt wo du das gerade hörst ein guter Moment einmal nicht darüber nachzudenken wo du hin musst sondern kurz zurückzuschauen auf deinem Weg deiner letzten zwölf Monate auf eigentlich alles was passiert ist.
00:15:50: denn ich glaube manchmal sind wir einfach so sehr damit beschäftigt den nächsten Schritt zu planen und diesen neuen zielen hinterher zu rennen dass wir eigentlich gar nicht merken wie weit wir schon gekommen sind.
00:16:01: weil ich bin letztes Jahr diesem Kamino gelaufen.
00:16:04: Ich hatte keine Ahnung, was hinter der nächsten Kurve kommt.
00:16:07: Und irgendwie ist das bis heute so!
00:16:10: Ich wusste einfach nur dass der Weg nicht mehr gerade auslaufen wird irgendwann sondern mal Kurven macht und ich irgendwie von Portugal nach Spanien will.
00:16:23: Aber ich glaube manchmal reicht es einfach wirklich los zu gehen.
00:16:25: Einen Schritt dann noch einen... ...und dann drehen wir uns irgendwann um.
00:16:30: Das stellen fest.
00:16:31: Krass!
00:16:32: Schau mal wie weit du schon gekommen bist.
00:16:38: Diese Frage hat dir vielleicht irgendwie ein bisschen was zum Denken gegeben.
00:16:42: Und du realisierst, wie krass dein letztes Jahr war?
00:16:45: Wie krass du bist!
00:16:47: Ich freu mich wenn du beim nächsten Mal wieder einschädest.
00:16:49: Alles Liebe.
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